Die Entstehung der Urnengeschichte

 

Bereits In der Jungsteinzeit (2500-1800 v. Chr.)haben die Menschen neben

Ackerbau und Viehzucht, ihre ersten Zeugnisse der Totenbestattung abgelegt.

Typische Materialien waren Keramik, die sich durch einige Funde auch in

unserem Gebiet bei Hörnsheim, nachweisen lassen. Im Hochelheimer Wald,

der sich zwischen Dornholzhausen und Vollnkirchen erstreckt, befinden sich

insgesamt 18 Hügelgräber, zum Teil aus der Jungsteinzeit. Zwei schnurverzierte

Keramikbecher und ein Steinbeil hat man darin gefunden. Die bedeutendsten

Keramikfunde in der Gemarkung Hüttenberg stammen allerdings nicht mehr

als der Steinzeit, sondern aus der anschließenden Bronzezeit (1800 bis 800 v.Chr.)

1942 wurden auf einem Acker südöstlich von Rechtenbach, etwas oberhalb der

heutigen Kläranlage, zwei Brandgräber mit zahlreichen Grabbeigaben entdeckt.

Sie stammen aus der Zeit der Urnenfelderkultur (1200 bis 800 v.Chr.), also der

späten Bronzezeit, als man die Toten verbrannt und in Urnen beigesetzt hat.

Die Grabbeigaben bestanden aus zahlreichen Tassen, Bechern und Schüsseln,

einigen Bronzearmringen.